Vielleicht erinnern Sie sich noch an die BAWAG als jene Bank, die früher mit „Bank für Arbeit und Wirtschaft“ Abkürzung war – heute ist sie eine börsennotierte Digitalbank mit einem US-amerikanischen Hedgefonds als Mehrheitseigner. Die BAWAG Group erzielte 2024 einen Nettogewinn von 760 Millionen Euro (BAWAG Group Pressemitteilung 2024). Wer hinter der Bank steckt, ob Ihr Geld sicher ist und wie sie im Ranking der österreichischen Top-Banken abschneidet, erfahren Sie auf diesen Seiten.

Kunden: über 4 Millionen ·
Hauptsitz: Wien, Österreich ·
Rechtsform: Aktiengesellschaft (BAWAG Group AG) ·
Börsennotierung: Wiener Börse seit 2018 ·
Großaktionär: Cerberus Capital Management

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Genaue Höhe der Cerberus-Beteiligung (variiert je nach Bericht)
  • Zukünftige strategische Ausrichtung nach möglichem Verkauf von Cerberus-Anteilen
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Ein Überblick über die wichtigsten Kennzahlen der BAWAG.

Kennzahl Wert
Rechtsform Aktiengesellschaft (BAWAG Group AG)
Hauptsitz Wien, Österreich
Mitarbeiter ca. 2.500
Kunden über 4 Millionen
Bilanzsumme rund 50 Milliarden Euro
Gründungsjahr 1882 (Postsparkasse)

Wer sind die Eigentümer der BAWAG?

Die Eigentümerstruktur der BAWAG Group AG hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Noch vor zehn Jahren war die Bank mehrheitlich in staatlicher Hand, heute ist sie fest in privater – und internationaler – Hand.

Aktionärsstruktur der BAWAG Group AG

  • Cerberus Capital Management hält Mehrheitsbeteiligung (laut Geschäftsbericht 2024)
  • BAWAG Group AG ist börsennotiert an der Wiener Börse seit 2018 (laut Unternehmenswebsite)
  • Keine Staatsbeteiligung mehr

Rolle von Cerberus Capital Management

Cerberus war 2006 als Teil eines Konsortiums (mit Österreichischer Post, Wüstenrot-Bausparkasse und Generali) der Käufer der BAWAG (manager magazin (Wirtschaftsnachrichten)).

Cerberus hat sich 2019 endgültig von der BAWAG getrennt.

Laut GlobalCapital verkaufte Cerberus 2019 seinen letzten Anteil (laut GlobalCapital). Im aktuellen Geschäftsbericht 2024 wird Cerberus nicht mehr als Großaktionär geführt (laut demselben Geschäftsbericht).

Öffentlicher Streubesitz

Die Aktien der BAWAG Group AG werden über die Wiener Börse gehandelt. Institutionelle und private Anleger können Anteile erwerben.

Fazit: Cerberus war der entscheidende Käufer nach der Privatisierung, hat sich aber inzwischen weitgehend zurückgezogen. Die BAWAG ist heute eine Publikumsgesellschaft mit breitem Aktionärskreis.

Ist die BAWAG eine gute Bank?

Ob eine Bank „gut“ ist, bemisst sich an Zuverlässigkeit, Service und finanzieller Stabilität. Die BAWAG schneidet in mehreren Kategorien überdurchschnittlich ab.

Kundenzufriedenheit und Service

  • Auszeichnungen für Kundenservice (z.B. „Beste Bank für Privatkunden“ bei verschiedenen Vergleichen) – Quelle: BAWAG Group Unternehmenswebsite
  • Positive Bewertungen auf unabhängigen Plattformen (z.B. kununu (Arbeitgeberbewertungen))

Finanzkennzahlen und Stabilität

Die BAWAG Group weist solide Eigenkapitalquoten aus. Im Geschäftsjahr 2024 lag die Eigenkapitalrendite (RoTCE) bei 26 Prozent (laut der Pressemitteilung).

Vergleich mit anderen österreichischen Banken

Vier große Banken dominieren den österreichischen Markt: Erste Group, Raiffeisen Bank International, UniCredit Bank Austria und BAWAG. Ein Blick auf die Bilanzsummen zeigt: Die BAWAG ist mit rund 50 Milliarden Euro die kleinste der Vier, aber keinesfalls unbedeutend.

Was das bedeutet

Die BAWAG hat weniger Spielraum für Großprojekte als die Erste Bank, dafür ist sie schlanker und fokussierter auf den heimischen Privatkunden.

Fazit: Für den durchschnittlichen Österreicher bietet die BAWAG wettbewerbsfähige Konditionen und einen guten Service, aber die Sicherheit ist durch die Einlagensicherung gedeckt.

Welche Bank gehört zur BAWAG?

Die BAWAG Group AG ist die Konzernmutter, unter der mehrere Tochtergesellschaften firmieren.

Tochtergesellschaften der BAWAG Group

Fünf wesentliche Beteiligungen zeigt der Konzernabschluss 2024:

Gesellschaft Anteil Standort
BAWAG P.S.K. AG 100 % Wien
start:bausparkasse AG 100 % Wien
BAWAG P.S.K. Wohnbaubank AG 100 % Wien
PSA Payment Services Austria GmbH 20,82 % Wien

Quelle: BAWAG Group Konzernabschluss 2024 (laut dem Geschäftsbericht)

BAWAG P.S.K. als Kernmarke

Die BAWAG P.S.K. ist das operative Herz – sie entstand 2005 aus der Fusion der BAWAG mit der Österreichischen Postsparkasse (Wikipedia (BAWAG P.S.K.)).

Beteiligungen und Kooperationen

Über die PSA hält die BAWAG eine Minderheitsbeteiligung am österreichischen Kartengeschäft. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit Versicherungen und anderen Finanzdienstleistern.

Fazit: Die BAWAG ist die Muttergesellschaft einer überschaubaren Gruppe, die sich auf das österreichische Privatkundengeschäft konzentriert.

Gibt es die BAWAG noch?

Ja, die BAWAG existiert weiterhin – allerdings in veränderter Form. Die Marke ist nach wie vor im gesamten Bundesgebiet präsent.

Aktueller Status der BAWAG Group

Die BAWAG Group AG ist eine börsennotierte Holding und operativ voll aktiv. Das Filialnetz umfasst über 100 Standorte in Österreich, das Online-Banking ist ausgebaut.

Markenpräsenz seit der Privatisierung

Nach der Privatisierung 2006 wurde die BAWAG schrittweise modernisiert. Die rote Farbgebung und das Logo sind geblieben, das Angebot wurde um digitale Kanäle erweitert.

Weiterbestand und Wachstum

Die BAWAG wächst: 2024 übernahm sie die niederländische Digitalbank Knab N.V. (laut dem Knab Geschäftsbericht).

Der Wandel

Einst eine Genossenschaftsbank, ist die BAWAG heute eine schlanke Digitalbank mit Börsennotierung – ein beispielloser Wandel in der österreichischen Bankenlandschaft.

Fazit: Die BAWAG ist nicht verschwunden – sie hat sich neu erfunden. Wer ein Konto sucht, findet sie online und in vielen Filialen.

Welche ist die sicherste Bank in Österreich?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, aber die BAWAG erfüllt wichtige Sicherheitskriterien.

Sicherheitsbewertung der BAWAG im Vergleich

Die BAWAG gilt als systemrelevant (laut der Unternehmenswebsite). Ihre Bilanzsumme von rund 50 Milliarden Euro und die Eigenkapitalquote liegen im Branchendurchschnitt.

Einlagensicherung und staatliche Garantien

Alle Einlagen bei der BAWAG sind durch die österreichische Einlagensicherung (ESA) gesetzlich geschützt – bis zu 100.000 Euro pro Kunde.

Rating-Agenturen und Kennzahlen

Die BAWAG wird von Rating-Agenturen wie Moody’s und S&P bewertet (konkrete Ratings sind nicht öffentlich bekannt). Im Vergleich zur Erste Bank oder Raiffeisen schneidet sie ähnlich ab.

Bank Bilanzsumme (ca.) Systemrelevant Einlagensicherung
BAWAG Group 50 Mrd. € Ja ESA
Erste Group 330 Mrd. € Ja ESA
Raiffeisen Bank International 200 Mrd. € Ja ESA
UniCredit Bank Austria 150 Mrd. € Ja ESA

Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Jahresabschlüssen (Quellen: Unternehmenswebsites, Geschäftsberichte)

Fazit: Die BAWAG ist eine sichere Bank – die Einlagensicherung schützt Ihr Geld. Die Eigentümerstruktur ist stabil.

Vergleichstabelle: BAWAG & ihre Tochtergesellschaften

Vier Tochtergesellschaften, alle mit Sitz in Wien – die BAWAG-Gruppe ist kompakt und fokussiert.

Gesellschaft Anteil Geschäftsfeld
BAWAG P.S.K. AG 100 % Retailbanking, Filialen
start:bausparkasse AG 100 % Bausparen
BAWAG P.S.K. Wohnbaubank AG 100 % Wohnbaufinanzierung
PSA Payment Services Austria GmbH 20,82 % Zahlungsverkehr (ATM-Card)

Quelle: BAWAG Group Konzernabschluss 2024 (laut dem Geschäftsbericht)

Die BAWAG-Gruppe bleibt damit auf den österreichischen Markt fokussiert und baut ihr Digitalgeschäft aus.

Spezifikationen der BAWAG Group AG

Sechs Kennzahlen, die das Profil der Bank schärfen – die Bilanzsumme von 50 Milliarden Euro macht sie zur Nummer vier in Österreich.

Kennzahl Wert
Rechtsform Aktiengesellschaft
Hauptsitz Wien, Österreich
Bilanzsumme rund 50 Milliarden Euro
Mitarbeiter ca. 2.500
Kunden über 4 Millionen
Börsennotierung Wiener Börse seit 2018
Nettogewinn 2024 760 Millionen Euro
Earnings per Share 2024 9,60 Euro
RoTCE 2024 26 %

Quellen: BAWAG Group Jahresabschluss 2024 (laut dem Geschäftsbericht) und Pressemitteilung (laut der Pressemitteilung)

Die Zahlen zeigen eine ertragsstarke, schlank aufgestellte Bank, die im Vergleich zu den größeren Mitbewerbern eine überdurchschnittliche Rendite erwirtschaftet.

Upsides

  • Breites Filialnetz in Österreich
  • Solide Eigenkapitalrendite (26 %)
  • Modernes Online-Banking
  • Internationale Expansion (Knab-Übernahme)

Downsides

  • Abhängigkeit von Cerberus in der Vergangenheit
  • Bilanzsumme deutlich kleiner als Konkurrenz
  • Weniger Produktvielfalt als Großbanken

Zeitleiste der BAWAG

Sechs Meilensteine, die den Weg von der Postsparkasse zur Digitalbank markieren.

  • 1882: Gründung der Österreichischen Postsparkasse (Wikipedia (BAWAG P.S.K.))
  • 1961: Gründung der BAWAG (Bank für Arbeit und Wirtschaft) (Wikipedia)
  • 2005: Fusion zur BAWAG P.S.K. (Wikipedia (BAWAG P.S.K.))
  • 2006: Übernahme durch Cerberus-Konsortium (manager magazin (Wirtschaftsnachrichten))
  • 2017/2018: Börsengang der BAWAG Group AG (laut Unternehmenswebsite)
  • 2022: Umbenennung der Konzernholding in BAWAG Group AG (laut Unternehmenswebsite)
  • Heute: BAWAG als moderne Digitalbank (laut Unternehmenswebsite)

Der Weg von der staatlichen Postsparkasse zur börsennotierten Digitalbank ist für ein österreichisches Kreditinstitut außergewöhnlich.

Bestätigte Fakten & Unklarheiten

Bestätigte Fakten
  • Cerberus Capital Management war Mehrheitsaktionär nach der Übernahme 2006 (manager magazin (Wirtschaftsnachrichten))
  • BAWAG Group AG ist börsennotiert (laut Unternehmenswebsite)
  • BAWAG hat über 4 Millionen Kunden (laut Geschäftsbericht)
  • Nettogewinn 2024: 760 Millionen Euro (laut Pressemitteilung)
  • Knab N.V. wurde 2024 von BAWAG übernommen (laut Knab Geschäftsbericht)
Was unklar ist
  • Genaue Höhe der Beteiligung von Cerberus (variiert)
  • Zukünftige strategische Ausrichtung nach möglichem Cerberus-Verkauf
  • Konkrete Rating-Noten von Moody’s / S&P

Trotz der soliden Datenlage bleiben einige Details zur Eigentümer- und Ratingstruktur intransparent.

Stimmen zur BAWAG

„Die BAWAG Group ist eine börsennotierte Holding mit Fokus auf Privat- und Geschäftskunden in Österreich.“

— BAWAG Group Unternehmenswebsite

„Die BAWAG P.S.K. entstand 2005 aus der Fusion der BAWAG mit der Österreichischen Postsparkasse.“

— Wikipedia (BAWAG P.S.K.)

Die Selbst- und Fremdbeschreibungen decken sich: BAWAG ist eine fokussierte Retailbank mit bewegter Geschichte.

Fazit

Die BAWAG hat einen ungewöhnlichen Weg hinter sich: von einer Genossenschaftsbank mit Staatsbeteiligung zu einer börsennotierten Digitalbank, die von einem US-amerikanischen Hedgefonds gekauft und dann wieder abgestoßen wurde. Für den österreichischen Privatkunden ist die Konsequenz klar: Die BAWAG ist eine solide Wahl mit gutem Service und moderner Technologie – wer aber die absolute Größe und Marktbreite sucht, ist bei der Erste Bank oder Raiffeisen besser aufgehoben.

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Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet BAWAG?

BAWAG steht für „Bank für Arbeit und Wirtschaft“.

Ist die BAWAG eine Direktbank?

Die BAWAG bietet sowohl Filial- als auch Online-Banking an – sie ist keine reine Direktbank.

Wie sicher ist mein Geld bei der BAWAG?

Einlagen sind bis 100.000 Euro durch die österreichische Einlagensicherung geschützt.

Kann ich bei der BAWAG ein Konto eröffnen?

Ja, die Kontoeröffnung ist online oder in einer Filiale möglich.

Welche Gebühren hat das BAWAG-Girokonto?

Die BAWAG bietet mehrere Kontomodelle; die genauen Gebühren sind auf der Website einsehbar.

Wo finde ich BAWAG-Filialen in Österreich?

BAWAG-Filialen gibt es in allen Bundesländern – eine Filialsuche ist auf der Website verfügbar.

Wie erreiche ich den BAWAG-Kundenservice?

Der Kundenservice ist telefonisch, per E-Mail und im Chat erreichbar.

Die häufigsten Fragen zur BAWAG lassen sich mit den verfügbaren Quellen direkt beantworten.