
Depot Österreich: Insolvenz, Schließungen & Online-Shop
Depot Österreich schrumpft massiv: Die einstige Deko-Kette schließt bis Jahresende mindestens 20 bis 22 ihrer ursprünglich 49 Filialen – mehr als jede dritte. Wer noch Gutscheine hat, sollte diese zeitnah einlösen, denn ein Konkursverfahren in Österreich ist seit April 2025 eröffnet.
Geschlossene Filialen bis Jahresende: 27 · Betroffene Filialen gesamt: jede dritte · Online-Shop Status: aktiv · Filialen in Wien: mindestens 1 (Landwehrstraße)
Kurzüberblick
- Depot meldete im Juli 2024 Insolvenz in Eigenverwaltung an (neuhandeln.de)
- Österreich: ursprünglich 49 Filialen, Ziel sind nur noch 27–29 (Handelsblatt)
- Online-Shop depot-online.at bleibt aktiv (neuhandeln.de)
- Exakte Schließungsdaten einzelner österreichischer Filialen
- Finaler Name nach Übernahme durch Gries Deco Company
- Genauer Umfang der verbliebenen Filialen in Wien
- Juli 2024: Insolvenzantrag DE
- April 2025: Konkursverfahren AT und CH eröffnet
- 8. Oktober 2025: Tagsatzung in Österreich
- Ziel: Regelbetrieb bis Mitte 2025
- Überführung in neue Gesellschaft GDC Deutschland GmbH
- Filialen in Österreich: Sanierer Rainer Schrems eingesetzt
Die folgende Tabelle fasst zentrale Kennzahlen zur Depot-Insolvenz und ihren Folgen für Österreich zusammen.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Unternehmensstatus | Insolvent | Handelsblatt |
| Geschlossene Filialen (AT) | 27 bis Jahresende | Handelsblatt |
| Online-Shop | depot-online.at aktiv | Handelsblatt |
| Beispiel-Filiale Wien | Landwehrstraße 126b | Handelsblatt |
| Jobverluste (AT) | 130 von 349 | Kleine Zeitung |
| Umsatz 2023 | 330 Millionen Euro | neuhandeln.de |
Warum gibt es kein Depot mehr?
Die Deko-Kette Depot ist im Juli 2024 beim Amtsgericht Aschaffenburg in Eigenverwaltung insolvent gegangen – ein Verfahren, das dem Unternehmen unter eigener Führung eine Sanierung ermöglichen sollte. Doch die Lage blieb angespannt: Trotz eines Umsatzes von 330 Millionen Euro im Jahr 2023 fuhr Depot Verluste ein. Die Gründe waren vielfältig: Nachwirkungen der Pandemie, Konsumflaute und nicht zuletzt der wachsende Preisdruck durch Online-Discounter wie Temu und Action. Die Mutterfirma Gries Deco Holding fand trotz Bankgesprächen keine tragfähige Lösung, wie das Unternehmen in einer Erklärung einräumte.
In Österreich verschärfte sich die Situation im April 2025: Ein Konkursverfahren wurde eröffnet, Sanierer Rainer Schrems übernahm die Geschäftsführung. Kunden wurden aufgerufen, Gutscheine zeitnah einzulösen und keine Anzahlungen mehr zu leisten. Das österreichische Verfahren sieht eine Tagsatzung am 8. Oktober 2025 vor, bei der Gläubiger ihre Forderungen anmelden können.
„Trotz umfassender Bemühungen zur Stabilisierung der finanziellen Situation konnte keine tragfähige Lösung gefunden werden.”
— Gries Deco Holding, heute.at
Insolvenz als Grund
Die Insolvenz in Deutschland war nur der Anfang. Schon 2024 wurden 43 Filialen geschlossen, seit Jahresbeginn 2025 weitere 45 Filialen in Deutschland. Der Gläubigerausschuss segnete im Mai 2025 die Restrukturierung ab: Depot soll in eine neue Gesellschaft – die GDC Deutschland GmbH – überführt werden. Ziel ist, in Deutschland nur noch 150 bis 180 der ehemals knapp 400 Standorte zu behalten.
„Damit starten wir von null, ganz ohne Altlasten.”
— Christian Gries, Eigentümer, Handelsblatt
Auswirkungen auf Österreich
Für Österreich bedeutet das konkret: Von den ursprünglich 49 Filialen bleiben maximal 27 bis 29 übrig. Rund 130 von 349 Arbeitsplätzen fallen weg. Zum Vergleich: In der Schweiz mussten alle 34 Filialen sofort schließen, 300 Mitarbeiter verloren ihren Job. In Wien, wo acht der österreichischen Filialen lagen, ist die Zukunft mehrerer Standorte ungewiss.
Was die Austria-Zahlen für Kunden bedeutet: Die verbliebenen Filialen werden weniger, aber der Online-Shop bleibt als Anlaufstelle erhalten.
Depot schrumpft auf weniger als die Hälfte seiner ursprünglichen Größe. Kunden in Österreich müssen sich auf eine deutlich verkleinerte Filiallandschaft einstellen.
Kann ich bei Depot noch bestellen?
Ja – aber mit Einschränkungen. Der Online-Shop depot-online.at ist weiterhin aktiv und nimmt Bestellungen an. Allerdings gab es seit Juli 2024 Berichte, dass keine Retouren möglich waren. Ob sich das geändert hat, lässt sich auf Basis der vorliegenden Quellen nicht abschließend klären. Kunden sollten sich direkt beim Kundenservice über den aktuellen Stand erkundigen.
Online-Shop Status
Der Online-Shop läuft unter der Domain depot-online.at. Anders als in der Schweiz, wo alle Filialen sofort geschlossen wurden, setzt Depot in Österreich auf einen Parallelbetrieb: Reduzierte Filialnetz in Kombination mit dem E-Commerce-Kanal. Sortiment und Verfügbarkeit können allerdings aufgrund der laufenden Restrukturierung schwanken.
Versand und Lieferung in Österreich
Bestellungen über den Online-Shop können nach Österreich geliefert werden. Die genauen Lieferzeiten und -konditionen sollten auf der Website geprüft werden – die Restrukturierung könnte Auswirkungen auf Logistik und Lagerbestände haben. Wer eine Retoure plant, sollte mit Verzögerungen rechnen oder sich vorab beim Kundenservice erkundigen.
Die Folge für Online-Käufer: Auch wenn der Shop weiterläuft, ist das Risiko bei Problemen mit der Lieferung derzeit erhöht.
Welche Depot-Filialen schließen?
Depot schließt in Österreich 20 bis 22 Filialen von den ursprünglich 49 Standorten – das ist mehr als jede dritte. Die genaue Liste der betroffenen Standorte wird nicht öffentlich im Detail veröffentlicht. Bekannt ist, dass die Filiale in Tulln am Samstag vor dem 16. April 2025 geschlossen wurde.
Betroffene Standorte in Österreich
Konkrete Schließungsdaten für einzelne österreichische Filialen liegen in den vorliegenden Quellen nicht vor. Fest steht: Das Ziel ist, landesweit 27 bis 29 Filialen zu behalten. Die betroffenen Standorte werden sukzessive geschlossen, wobei die Schließungen bis Jahresende abgeschlossen sein sollen.
Filialfinder-Details
Auf der Website von Depot ist ein Filialfinder verfügbar. Eine in den Quellen genannte Adresse in Wien ist Landwehrstraße 126b. Ob diese Filiale tatsächlich noch betrieben wird, sollte vor einem Besuch online oder telefonisch geprüft werden – die Lage ändert sich laufend.
In Wien befanden sich acht der österreichischen Filialen. Wer in der Hauptstadt einkaufen möchte, sollte die aktuelle Verfügbarkeit prüfen, bevor er sich auf den Weg macht.
In Wien befanden sich acht der österreichischen Filialen. Wer in der Hauptstadt einkaufen möchte, sollte die aktuelle Verfügbarkeit prüfen, bevor er sich auf den Weg macht.
Was bedeutet die Insolvenz von Depot?
Insolvenz bedeutet für ein Unternehmen, dass es seine Zahlungsverpflichtungen nicht mehr stemmen kann. Beim Amtsgericht Aschaffenburg wurde im Juli 2024 ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt – eine Form der Insolvenz, bei der die bisherige Geschäftsführung unter Aufsicht eines Sachwalters weitenarbeiten kann. Für Depot lief dieses Verfahren jedoch nicht wie erhofft, wie die subsequenten Schließungen und das Konkursverfahren in Österreich und der Schweiz zeigen.
Definition und Prozess
Das Konkursverfahren in Österreich unterscheidet sich vom deutschen Eigenverwaltungsverfahren. In Österreich wurde am Wochenende um den 16. April 2025 ein Konkursverfahren eröffnet. Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 24. September 2025 anmelden. Die Tagsatzung am 8. Oktober 2025 ist der nächste formelle Schritt, bei dem über das weitere Vorgehen entschieden wird.
Kundenrechte
Kunden, die Gutscheine besitzen, sollten diese zeitnah einlösen – sobald ein Konkursverfahren läuft, können Forderungen von Kunden im Rang hinter anderen Gläubigern stehen. Anzahlungen auf Bestellungen sind derzeit riskant. Offene Bestellungen sollten dokumentiert und beim Kundenservice nachgefragt werden.
Das Risiko für Kunden: Bei einer Insolvenz stehen Verbraucherforderungen im Insolvenzplan oft hinter Gläubigern wie Banken oder Lieferanten.
Wie heißt Depot jetzt?
Offiziell gibt es noch keine bestätigte Umbenennung. Die deutsche Holding heißt Gries Deco Company GmbH, die neue Gesellschaft für den Neustart soll als GDC Deutschland GmbH firmieren.
„Wir müssen zu einem Concept-Store werden.”
— Christian Gries, Geschäftsführer, oe24.at
Übernahme und Neuer Name
Die Eigentümerverhältnisse sind komplex. Die Gries Deco Holding bleibt als Mutterfirma bestehen, hat aber selbst keine tragfähige Lösung gefunden. Die neue Hoffnung liegt auf der GDC Deutschland GmbH, die als frische Gesellschaft den Betrieb übernehmen soll – ohne die Altschulden der alten Struktur.
Gries Deco Company
Christian Gries ist der zentrale Mann der neuen Ära. Zusammen mit Marco De Benedetti, der zuvor bei Tupperware tätig war, führt er die Geschäfte. Gries hat angekündigt, Depot zu einem „Concept-Store” zu entwickeln – weg vom reinen Deko-Händler, hin zu einem Erlebnisformat mit ausgewählten Marken im Sortiment.
Die strategische Neuausrichtung könnte dem Unternehmen einen Neuanfang ermöglichen, birgt aber Unsicherheiten für bestehende Kunden.
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Die Insolvenz von Depot Österreich steht nicht allein, da die Aquinos Bedding Austria Insolvenz in Timelkam ähnliche Branchenprobleme offenlegt.
Häufig gestellte Fragen
Ist der DEPOT Online Shop in Österreich verfügbar?
Ja, der Online-Shop depot-online.at ist aktiv und nimmt Bestellungen aus Österreich entgegen. Allerdings kann die Retoure-Policy aufgrund der Insolvenz eingeschränkt sein.
Wo finde ich DEPOT Filialen in Österreich?
Auf der Website von Depot gibt es einen Filialfinder. Von den ursprünglich 49 Filialen sollen 27 bis 29 übrig bleiben. Eine bekannte Wiener Adresse ist Landwehrstraße 126b.
Wie wirkt sich die Insolvenz auf offene Bestellungen aus?
Offene Bestellungen können von Verzögerungen oder Einschränkungen betroffen sein. Kunden sollten sich direkt an den Kundenservice wenden und ihre Bestellungen dokumentieren.
Welche Jobs fallen bei Depot in Österreich weg?
Von 349 Jobs in Österreich fallen 130 weg. Das Konkursverfahren wurde im April 2025 eröffnet, die Tagsatzung findet am 8. Oktober 2025 statt.
Gibt es eine Übernahme durch Gries Deco Company?
Die Gries Deco Holding bleibt als Mutterfirma bestehen. Die neue operative Gesellschaft soll als GDC Deutschland GmbH firmieren, der Neustart liegt in den Händen von Christian Gries und Marco De Benedetti.
Kann ich in DEPOT-Filialen noch einkaufen?
Ja, aber das Filialnetz schrumpft massiv. Mehr als jede dritte Filiale schließt bis Jahresende. Vor einem Besuch sollte die aktuelle Verfügbarkeit online geprüft werden.
Was passiert mit Gutscheinen bei Depot?
Kunden mit Gutscheinen sollten diese zeitnah einlösen. Während eines Konkursverfahrens stehen Kundenforderungen im Rang hinter anderen Gläubigern – das Risiko, am Ende leer auszugehen, ist real.
Wie ist die Zukunft von Depot nach der Restrukturierung?
Ziel ist ein Regelbetrieb bis Mitte 2025. Depot soll sich als Concept-Store neu positionieren, mit reduziertem Sortiment und stärkerem Fokus auf E-Commerce.
Für Depot-Kunden in Österreich ist die Botschaft klar: Wer noch Gutscheine hat, sollte diese bald einlösen. Online-Bestellungen sind möglich, aber mit Risiken bei Retouren. Die Zahl der Filialen sinkt drastisch – wer auf den stationären Einkauf setzt, muss sich auf eine völlig veränderte Landschaft einstellen.